Letzte Woche schickten Robert F. Kennedy, Jr., Vorsitzender des Vorstands von Children’s Health Defense (CHD) und Dr. Brian Hooker, Francis P. Owen Distinguished Professor of Biology an der Simpson University und Vorstandsmitglied von CHD, einen Brief an Dr. Piotr Romaniuk, außerordentlicher Professor an der Medizinischen Universität Schlesien in Kattowitz, Polen, und Herausgeber von Frontiers in Public Health.

Der Brief beschreibt grobe Fehler in “Considering Interim Interventions to Control COVID-19 Associated Morbidity and Mortality – Perspectives”, einem Original-Forschungspapier von Mark Christopher Arokiaraj, das am 22. September in Frontiers in Public Health veröffentlicht wurde.

Nach der Prüfung des Papers kamen Kennedy und Hooker zu dem Schluss, dass “wegen der Art des Fehlers und der fehlerhaften Schlussfolgerungen, die aus den fehlerhaften Ergebnissen gezogen wurden, dieses Paper so bald wie möglich zurückgezogen werden sollte”.

Hier ist der Brief:

Sehr geehrter Herr Dr. Romaniuk,

Die Zeitschrift Frontiers in Public Health listet Sie als Herausgeber der kürzlich erschienenen Arbeit “Considering Interim Interventions to Control COVID-19 Associated Morbidity and Mortality – Perspectives” auf.

Der Autor des Beitrags, Mark Christopher Arokiaraj, stellt in der Zusammenfassung fest: “Es besteht eine Korrelation zwischen der COVID-19-bezogenen Mortalität, Morbidität und Fallinzidenz und dem Status der Grippeimpfung, die offenbar protektiv wirkt.”

Leider ist dieses Paper mit fatalen Mängeln behaftet. Ihre Zeitschrift sollte es unverzüglich zurückziehen, um eine Mitschuld an potenziell gefährlichen Maßnahmen zu vermeiden, die sich aus den fehlerhaften Schlussfolgerungen des Papiers ergeben könnten.

Arokiaraj demonstriert die vermutete Korrelation zwischen Grippeimpfungen und verringerten COVID-19-Risiken in den Abbildungen 1 bis 3 und 5 bis 8. Ihre Grafiken zeigen die Daten zu Mortalität, Morbidität und Inzidenz von COVID-19, geteilt durch den Prozentsatz der Grippeimpfstoffaufnahme. Arokjaraj vergleicht diesen Wert dann mit der prozentualen Aufnahme von Grippeimpfstoff.

Jede dieser Grafiken enthält auch eine Trendlinie, die einen Abwärtstrend der y-Variablen mit zunehmender Impfstoffaufnahme zeigt. Diese Linie, zusammen mit den Gleichungen, die Arokiaraj in jeder Grafik einfügt, vermittelt die Illusion, dass es eine umgekehrte Beziehung zwischen der Mortalität, Morbidität und Inzidenz von COVID-19 und der Impfstoffaufnahme gibt. Die Wirkung deutet auf eine schützende Rolle der Grippeimpfung gegen COVID-19 hin.

Diese Beziehung ist jedoch nur das Artefakt der trügerischen Spielerei des Autors, die y-Variable durch die Impfstoffaufnahme zu teilen und die resultierenden Werte direkt gegen die Impfstoffaufnahme darzustellen. Dieser Anfängerfehler in der Statistik ist so grundlegend, dass er einen Namen hat: “Multikollinearität”. Statistiker, die diesen Trick anwenden, können eine Korrelation aufzeigen, unabhängig davon, ob eine solche existiert oder nicht. Multikollinearität tritt insbesondere dann auf, wenn der Statistiker eine Variable mit einer anderen Variable korreliert, die redundante Informationen enthält.

Im Arokiaraj-Paper wird beispielsweise die COVID-19-Mortalität pro Million Personen durch den Prozentsatz der Impfstoffaufnahme dividiert, um eine neue Variable zu erhalten, die er dann gegen den Prozentsatz der Impfstoffaufnahme grafisch darstellt. Damit schafft er eine inhärente umgekehrte Beziehung. Die irreführende umgekehrte Beziehung erscheint in Abbildung 1 (COVID-19-Inzidenz), Abbildung 2 (COVID-19-Mortalität), Abbildung 3 (Todesfälle pro Fall), Abbildung 5 (Todesfälle pro Fall multipliziert mit Tests), Abbildung 6 (Todesfälle pro Fall dividiert durch Tests), Abbildung 7 (kritische Fälle) und Abbildung 8 (kritische Fälle pro Gesamtanzahl Fälle).

Nachstehend sind die tatsächlichen Sterblichkeitsdaten aus Tabelle 1 im Vergleich zur Impfstoffaufnahme dargestellt. Dies zeigt faktisch, dass die Mortalität in Ländern mit einer höheren Aufnahme des Grippeimpfstoffs leicht ansteigt, wobei der Korrelationskoeffizient bescheiden ist.

Das zweite Schaubild (unten) zeigt die inhärente inverse Beziehung zwischen 1/ Impfstoffaufnahme-Prozentsatz, grafisch dargestellt im Vergleich zum Impfstoffaufnahme-Prozentsatz. Die dritte Grafik zeigt das Ergebnis, wenn dieses mit der ersten Grafik kombiniert wird. Wegen des Problems der Multikollinearität zeigen die Diagramme nun einen irreführenden Abwärtstrend der Daten.

Somit ist jeder Schutzvorteil, den der Influenza-Impfstoff, wie in diesem Paper berichtet, ein fehlerhaftes Ergebnis der verhängnisvoll unbrauchbaren Datenpräsentation.

Ihre Zeitschrift sollte dieses Paper so schnell wie möglich zurückziehen, bevor es Schaden in Form von schädlichen Maßnahmen verursacht, die auf den nicht fundierten Schlussfolgerungen des Papers basieren.

Mit freundlichen Grüßen

Robert F. Kennedy, Jr. and Brian S. Hooker, Ph.D.